Edelweiss unter dem Schnee

8. März 2020 Lesezeit: 2 Minuten

Kräuterfeld

Und bald geht wieder ein wunderschöner Tag zu Ende. Ich war zwar schon am Morgen länger draussen, aber gegen Mittag war ich etwas ungeduldig und wollte meine Menschen mit Bellen zur Eile mahnen. Endlich hatten sie es dann begriffen und wir sind aufgebrochen. Der Himmel war an diesem Sonntag zwar nicht wolkenlos, aber es war heute wieder ein sonniger Spaziergang und immer noch fast alles im Schnee – ich konnte mich jedenfalls an ganz vielen Orten genüsslich wälzen oder im Schnee graben. Gut, das kleine Strässchen beim Abstieg ist jetzt fast aper, aber die anderen Wege sind es ganz und gar noch nicht, besonders dort, wo die Pfade durch den Wald führen.

Edelweiss

Oben sieht man mich am Rand der grossen Kräuterfelder, ich habe diesen Ort oder diesen Weg ja schon ein paar Mal erwähnt. Die Route durchquert dort die Landschaft mit den vielen verschiedenen Kräutern, die von Frühling bis Herbst gepflanzt und später geerntet werden. Es hat jeweils sogar einen grossen Abschnitt mit dem bekannten Alpen-Edelweiss. Das ist jedes Mal ein seltsames Bild, wenn da in Reihen bis ganz hinauf zum Waldrand eine riesige Menge Edelweiss blühen.

Nun, mit dem vielen Schnee sieht man das alles jetzt natürlich nicht, aber die Reihen zeichnen sich doch noch ein bisschen ab und fragt sich vielleicht, was denn diese regelmässige Formen sind.

Beim weiteren Abstieg haben wir ausser den paar wenigen Spaziergängern.nichts mehr Besonderes angetroffen. Zu schnüffeln gab es fast nichts Neues – die Hundebesitzer waren offenbar an diesem Nachmittag mit ihren Tieren an anderen Orten unterwegs.


Am Teich

7. März 2020 Lesezeit: 2 Minuten

Heute, wiederum bei wunderschönem Wetter, haben wir es aber nun geschafft, zum grossen Teich auf 1220 müM zu wandern. Er ist, wie zu erwarten war, natürlich noch ganz gefroren und mit einer dicken weissen Schicht bedeckt. Für uns ging es an vielen Orten wieder durch hohen Schnee und bekannte Wege dorthin waren seltsamerweise kaum gespurt - am Samstag sind offenbar nicht viele Leute und schon gar keine anderen Hunde unterwegs – Moment, stimmt nicht, auf dem Rückweg haben wir einen jungen Schäferhund angetroffen, der interessierte sich aber nicht gross für uns. Durch den hohen Schnee war es auch für mich teilweise recht mühsam, weil ich meistens bis zum Bauch eingesunken bin. Beim Morgenspaziergang war die Schneedecke noch gefroren und trug mich.

Wir haben unterwegs einen neuen Weg gefunden, den man im Sommer gar nicht sieht, weil dann alles grün bewachsen ist. Er steigt vom bekannten Kräuterweg langsam zu den Bienenhäusern an und so ist man recht schnell beim Teich.

Für das Naturschauspiel beim Teich, wenn dann die Frösche und Kröten aus den Löchern kriechen und sich im Teich, wo das Eis schon geschmolzen ist oder auch auf dem Eis, tummeln, ist es jetzt natürlich viel zu früh, da müsste ich noch etwas länger in den Ferien bleiben. Mein Mensch hat eine Foto aus dem letzten Jahr hervor gesucht, wo man vier Frösche sieht, die auf dem Eis rumrutschen. Viel eindrücklicher ist dann aber auch noch der brummende Lärm, der von der grossen Menge der Frösche ausgeht und den man auch über weite Entfernung noch hören kann.

Nun sind wir wieder zurück und ich ruhe mich auf dem Balkon etwas aus. Da auch verschiedene Nachbarn angekommen sind, gibt es von da oben immer viel zu beobachten. Die zwei Setter der neuen Nachbarn zuhinterst an der Strasse habe ich bis jetzt aber noch nicht gesehen.


Eine Woche Schnee

5. März 2020 Lesezeit: 2 Minuten

Es ist ja fast unglaublich, jetzt bin ich schon eine Woche in den Ferien und auch heute morgen hatte es wieder Neuschnee. Ich konnte beim Morgenspaziergang mit meinem Menschen auf der völlig verschneiten Strasse marschieren. Wir waren offenbar um halb acht die ersten und haben ganz neue Spuren in den Schnee gestampft. Autos oder laute und stinkende Mofas oder andere Leute hatte es noch gar keine. Von weitem haben wir aber dann doch noch einen der vielen Nachbarhunde, einen deutschen Schäfer, entdeckt. Dieser rannte über ein grosses weisses Feld. Aber er hat uns leider nicht gesehen und so setzte ich mich vergebens länger in den Schnee und beobachtete die Szene von oben.

Es schneite dann den ganzen Morgen und auch nach dem Mittag einfach weiter. Wir sind natürlich trotzdem aufgebrochen – mir macht das ja weniger aus, aber die Menschen haben alles Mögliche angezogen – Handschuhe, Mützen, Kapuzen, um vor dem Schneefall geschützt zu sein. Ich habe etwas später auf dem Weg ins Nachbardorf wieder ein neues grosses Feld entdeckt, wo ich im hohen Schnee und durch die ganz weissen Landschaft rennen konnte. Auch da waren wir fast alleine unterwegs.

Nach einem guten Stück mussten wir dann aber umkehren, die Schlaufe bis zum Teich hinauf war zu tief verschneit und es hatte noch keine Spuren. Da haben sich die Menschen entschlossen, mit mir den selben Weg zurück zu marschieren. Ich hatte nichts dagegen, so konnte ich vom grossen Feld nochmals profitieren und mich austoben. Bei der Rückkehr hatte ich grossen Appetit und wenn ich jetzt zum Fenster raus schaue – es schneit immer noch.


Nichts gefunden

4. März 2020 Lesezeit: ~1 Minute

Auf dem Rückweg beim Fussballfeld hörten wir schon von weitem ein wildes Gebell eines Hundes. Es kam dann immer näher und ich musste still stehen und genau beobachten und hinhören. Mein Mensch meinte, es könnte ein Jagdhund sein, der irgendwo in der Nähe eine Spur verfolgen würde. Die Laute kamen immer näher und mein Mensch nahm mich ganz kurz an die Leine. Und plötzlich tauchte vom Feld unten ein Reh auf, überquerte mit hohen und weiten Sprüngen unseren Weg und verschwand oben wieder im Wald. Ein paar Sekunden später folgte der bellende Jagdhund. Es schien, dass er schon etwas älter wäre und langsam ausser Atem kommen würde. Aber er folgte unbeirrt der Spur laut hinterher. Mich machte diese ganze Szene etwas "chribelig" und ich musste noch lange hinterher schauen und wieder sitzen bleiben, bis ich dann wieder weiter marschieren konnte. Aber beim groben Holzzaun beim Abstieg vom Wald musste ich doch meine Nase in den Schnee stecken, weil sich dort etwas bewegte – meinte ich jedenfalls. Ich suchte länger, aber letztlich fand ich halt doch nichts – vielleicht auch besser so.


Immer noch richtig Winter

3. März 2020 Lesezeit: ~1 Minute

Meine Ferienwoche habe ich ja schon optimal ausgewählt – es ist hier oben noch immer richtig Winter und in der vergangenen Nacht hat es wieder geschneit. Am Morgen lag neuer Schnee, die Bäume waren ganz in weiss gehüllt und der Spaziergang war mit dem durchgehendem Glatteis auf der steigenden Strasse eine kleine Herausforderung, vor allem für die Menschen mit nur zwei Beinen.

Die Wanderung nach dem Mittag ging auch über Wege, die ich jetzt schon ein bisschen kenne. Aber wenn sie immer wieder neu eingeschneit werden, kann ich auch wieder neue Spuren legen. Hier auf dem Kräuterweg hatte es noch ganz wenige, da war wahrscheinlich vorher nur ein anderer Vierbeiner mit (s)einem Menschen unterwegs. Vielleicht war es auch der junge Hund, den wir unterwegs beim Bach angetroffen hatten und der nicht aufhören wollte mit mir zu spielen. Die Besitzerin hatte jedenfalls grosse Mühe, ihn wieder an die Leine zu nehmen und uns wieder weiter wandern zu lassen.

Seien wir jedenfalls gespannt, wie sich das Wetter entwickelt und ob es noch weiter etwas Winter bleiben wird.


Föhnsturm

2. März 2020 Lesezeit: ~1 Minute

Das Bild ist noch von heute Morgen um etwa acht Uhr, da war der Himmel aber schon stark verhangen. Mein Überblick über das Tal und die Berge war vom grossen weissen Feld aus aber noch gut möglich. Zwei Stunden später blies der Föhn aber immer stärker, sogar mir wurde es auf dem Balkon zu wild und ich wollte dann zurück in die warme Stube. Im Nachbardorf, wo es eine Wetterstation hat, wurden Böen mit über 60 km/h gemessen. So war es ganz und gar nicht erstaunlich, dass der Spaziergang nach dem Mittag eine etwas stürmische Sache wurde. Auf dem Rückweg, wo wir den Panoramaweg ausgewählt hatten, um Waldwege etwas zu meiden, blies es uns von Nord-Osten ungehindert heftig ins Gesicht. Da waren wir froh, nach fast zwei Stunden wieder zu Hause zu sein. Jetzt ist der Föhn zusammengebrochen und des regnet und schneit gleichzeitig. Wäre es ein oder zwei Grad kälter, dann gäbe es wieder frischen neuen Schnee.


Info

Kleiner Blog mit Fotos von meinen Ferien, hoffentlich auch in diesem Jahr mit ganz viel Schnee

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