
Es beeindruckt mich schon ein wenig, wie schnell sich die Wetterverhältnisse in den Bergen ändern können. Gestern sind wir im Nebel, bei Schneefall und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt unterwegs gewesen und heute gab es strahlende Sonne und blauen Himmel. In der Wetterprognose stand etwas von 16°C – das war dann also ein ganz schneller Wechsel zu Frühlingstemperaturen. Wie hiess es im Lied von Emil Steinberger für den März doch: "Im März, im März, da gahts mit em Jahr vorwärts".
Ja es geht vorwärts, an vielen Stellen sah man, wie schnell der Schnee jetzt schmilzt und grosse Pfützen hinterlässt. Mir machte das zwar nichts aus, an so einem Ort, wie man im Bild sieht, mitten durch das Wasser zu marschieren. Meine Menschen suchten aber immer irgendwelche Ausweichmöglichkeiten, obwohl sie ja immer gute Wanderschuhe tragen. Aber so kamen wir an einigen Orten nur langsam voran und ich musste immer wieder warten.
Als wir dann schon auf dem Rückweg waren, wussten die oben im Skigebiet nichts anderes. als Lawinen abzuschiessen. Das knallte mehrmals sehr laut und es tönte auch sehr nahe. Das gefiel mir absolut nicht und ich beschleunigte meinen Gang enorm und zog meine Menschen richtig hinter mir her. Ich habe mal wieder gezeigt, welche Kräfte ein Schlittenhund entwickeln kann, wenn er sich "ins Zeug" legt. Ich hatte gar kein Interesse mehr, irgendwo zu schnüffeln oder mich interessiert umzusehen. Ich hatte nur noch ein Ziel: Nach Hause. So sind wir dann relativ schnell dort gekommen und zum Glück gab es dann wieder Ruhe und ich konnte mich an meinen Fressnäpfen gütlich tun.